Die gestohlenen Uhren





Die gestohlenen Uhren während der Messe

Frank war ein sehr sparsamer Mensch. Viele seiner Freunde redeten sogar von Geiz, weil Frank all sein Geld zusammenhielt und sich selbst sehr wenig gönnte. Alles was Frank verdiente und das war nicht wenig, sparte er für seine Altersvorsorge. Da er aber auch gegen Banken ein sehr großes Misstrauen hatte, war das meiste seines Geldes zu Hause versteckt, weil er das für sich am sichersten fand. So konnte auch niemand wissen, wie viel Geld Frank dann nun hatte. 

Jeder Tag nach der Arbeit ging er gleich nach Hause, kaufte auch nur das Notwendigste ein, damit er so wenig wie möglich Ausgaben hatte. Die Abende verliefen fast immer gleich. Etwas essen, dann die Tageszeitung lesen und zum Tagesausklang immer ein Buch. Einen Fernseher sah Frank als Luxus an, weil dieser auf die Dauer viel Strom verbrauchte und seiner Meinung eh nichts Vernünftiges gesendet wurde, wie er des öfteren bei einem Arbeitskollegen sehen konnte. Sein einziger Luxus waren seine Uhren, die er alle in einer schönen Vitrine im Wohnzimmer sammelte. Dies war für Frank kein rausgeschmissenes Geld, denn es waren Sammleruhren, die mit der Zeit an Wert zunahmen. Er las neben seinen sonstigen Büchern auch viel Fachliteratur über Uhren und ging auch ab und an auf Uhrenmessen, wo er dann auch mal eine Uhr erstand, wenn er deren eventuellen Wertwachstum vorher überprüft hatte. So leicht konnte Frank niemand etwas vormachen. In diesem Gebiet war er wohl einer der Besten.

Am nächsten Wochenende sollte es in der Nachbarstadt wieder eine Kunstmesse geben, wo wertvolle Uhren ausgestellt werden. Einige dieser Uhren sollten auch auf einer Auktion versteigert werden, wie es in der Ankündigung stand. Frank konnte es kaum erwarten und freute sich auf das Wochenende.
Der Freitag war gekommen und es war nur noch eine Stunde bis zum Feierabend. Seine Kollegen saßen schon an dem großen Bürotisch und tranken, wie jeden Freitag zum Wochenausklang ihren Kaffee, den der Chef regelmäßig zum Wochenende ausgab. Frank nahm sich nun auch eine Tasse Kaffee und nahm auf den einzigen noch leeren Stuhl platz. 

Etwas war diesmal aber anders, denn er wurde direkt auf die bevorstehende Uhrenmesse angesprochen und das mit scheinbar ernsthaften Interesse. Sonst hatten sich seine Kollegen immer darüber lustig gemacht. 

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Diesmal sollte er genau erzählen, wann und wo die Uhrenmesse stattfindet und vor allem auch, ob er alleine dahin gehen würde. Etwas überrascht über das Interesse, dennoch wieder voller Misstrauen, gab er aber Antwort und erzählte genau, wann er zu der Uhrenmesse fahren würde. Am nächsten Tag, er schaute sich noch mal das Ablaufprogramm der Messe an, stand Frank vor seiner Vitrine und musterte seine Uhrensammlung. Jede Uhr hatte ihren besondern Platz, denn sie waren nach ihrem Wert geordnet. Die Teuerste lag ganz links, wo sein Blick auch am längsten drauf weilte, den sie war sein ganzer Stolz.
Frank konnte nicht wissen, dass er diese Uhr für lange Zeit das letzte Mal sehen sollte.
Vergnügt und voller Vorfreude machte er sich nun auf dem Weg zu der Messe, wo er wieder eine neue Uhr für seine Sammlung ersteigern wollte.
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