Bürgermeisterwahl





Das Gerichtsverfahren und die Bürgermeisterwahl

In einem kleinen Ort gab es zwei Fleischer, die sich nach außen hin immer gegenseitig stritten, um so den Eindruck zu erwecken, sie wären harte Konkurrenten. 

In dem Ort hatte sich sogar schon eine kleine Front gegen den jeweils anderen Metzger gebildet, so dass das eigentliche friedlebende Örtchen eine Art Spaltung unterlag. 

Die eine Gruppe ging dort hin, um Fleisch und Wurst zu kaufen, die andere Gruppe zu der anderen Metzgerei. 

Untereinander hetzten sie jeweils über den anderen Fleischer, was sogar Folgen für die Bürgermeisterwahl hatte.

Im Prinzip war jede Bürgermeisterwahl ein besonderes Ereignis, aber bisher lief der Wahlkampf nicht auf diesem Niveau ab.

Um diesen Zusammenhang zu verstehen, sollte man wissen, dass der momentane Bürgermeister schon zur Schulzeit mit dem einen Fleischermeister nicht grün war und so natürlich seine Wähler und Anhänger aufstachelte, dort nicht einkaufen zu gehen. 

Der Sohn des anderen Metzgers hatte sich aber nun auch zur Bürgermeisterwahl aufstellen lassen, welche dieses Jahr stattfinden sollte. So wurde die Wahl des neuen Bürgermeisters über die Kundenorientierungen zu dem jeweiligen Fleischer bestritten.

Dies spitze sich sogar soweit zu, dass es der amtierende Bürgermeister das Gerücht in die Welt setzte, dass es in dem ihm feindlich gesinnten Fleischerladen nicht mit rechten Dingen zugehen sollte, weil dort vergammeltes Fleisch zu Wurst verarbeitet werden soll.

Das vorläufige Ende lag darin, dass sie sich gegenseitig anzeigten und ihre Bürgermeisterwahl nun sogar vor Gericht in einer Gerichtsverhandlung über Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung austrugen.

Zum Gerichtstermin kamen viele Bürger beider Parteien zur Gerichtsverhandlung und brachten ihren Unmut über die jeweils andere Seite durch Plakate und lauten Sprechgesang zum Ausdruck. 

Die Polizei hatte alle Mühe, für Ruhe und Ordnung zu sorgen und der Richter musste sogar die Öffentlichkeit von der Gerichtsverhandlung ausschließen, weil sich die Tumulte auch im Gerichtssaal nicht verhindern ließen.

Noch während der Gerichtsverhandlung kam es sogar zu Handgreiflichkeiten zwischen den beiden Fronten im Zuschauerrang, wodurch die Gerichtsverhandlung nun völlig aus der Ordnung lief und dann unterbrochen wurde. 

Der neue Gerichtstermin wurde in eine andere Stadt verlegt, weil man dort von mehr Ruhe ausgehen konnte oder das zu mindestens hoffte.
Was würde aus der Bürgermeisterwahl werden oder musste der Richter die Wahl entscheiden?


Bald geht's weiter.

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Gerichtsverfahren zur Bürgermeisterwahl?

Wer würde Bürgermeister werden?

Kann der Ort wieder friedlich werden?

Was haben die Fleischer gemacht?

Der Richter hat keinen Rat.


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