Die Beschattung





Die Beschattung

In einen kleinen Raum, sehr weit abseits vom Großstadtleben, in einer kleinen dunklen Gasse hatte sich ein Privatdetektiv sein Büro eingerichtet. Der Raum war nur sehr spärlich beleuchtet, als ein Mann in Schlips und Krawatte diesen Raum betrat. Seine Augen mussten sich erst an das wenige Licht gewöhnen, dass fast nur den abgenutzten Schreibtisch erhellte, an dem ein noch unscheinbarer Mann saß.
Der gutgekleidete Mann sah sich fast in einen billigen Groschenroman und versuchte das Gesicht des Privatdetektivs hinter dem Schreibtisch zu erkennen. Dieser musterte ihn wohl auch, denn an seinen Augenbewegungen war zu erkennen, dass er von oben bis unten gemustert wurde.
Plötzlich, wie aus dem nichts, hörte der neue Mandant des Privatdetektivs einen kurzen Satz, der ihn zusammenschrecken ließ, obwohl er nur aufgefordert wurde, sich zu setzen. Obwohl ihn seinem eigenen Leben ein gestandener Geschäftsmann, hatte er hier das Gefühl eines Angestellten, der sich eine Abmahnung seines Arbeitgebers abholen sollte.

Nun setzte er sich und konnte aus dieser Perspektive das Gesicht des Schnüfflers besser erkennen, was ihm wieder sein Selbstvertrauen gab, denn der Privatdetektiv sah gar nicht so düster aus, wie sein Büro. Dieser forderte ihn nun auf, sein Anliegen vorzubringen.
Der neue Mandant nahm sich zusammen und erzählte von seinem Verdacht, dass er glaubte, sein Geschäftspartner würde mit der Konkurrenz Geschäfte machen und ihn hintergehen.
Aufmerksam hörte der Privatdetektiv zu und machte sich auch einige Notizen auf dem Block, der vor ihm lag. Da er nicht unterbrochen wurde, es vorerst auch keine Fragen gab, erzählte der Mandant weiter, wie er zu dieser Vermutung kommt. Er sprach nur allgemein, denn noch konnte er dem Privatdetektiv gegenüber kein richtiges Vertrauen aufbringen, obwohl er ihn so dringend brauchte.
Als der Geschäftsmann fertig war, schaute er auf und erwartete nun die Fragen, die aber ausblieben. Der Privatdetektiv schaute auf sein Block, wo einige Wörter standen. 
Dann kramte er in einer Schublade und holte einen Vertrag heraus, wo er ohne groß nachzudenken einige Dinge ausfühlte und schob ihn dann dem Geschäftsmann rüber, aber ohne ein Wort zu sagen. Mit nun doch wieder unsicherer Hand nahm dieser den Bogen Papier und überflog die Zeilen des Vertrages. 

 

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Der Privatdetektiv hielt seinen Schreiber in der Hand, den er ihm nun anbot, damit er den unterschreiben konnte, was dieser auch wortlos tat, denn das Wichtigste, dass Honorar war angemessen für eine Beschattung, welche er ja in Auftrag geben wollte. Wortlos überreichte ihm der Privatdetektiv noch eine Visitenkarte. 
Zum Abschluss, denn seine Bewegungen deuteten darauf hin, dass für ihn das Gespräch zu ende war, sagte er nun doch in klaren Worten, der Geschäftsmann möge sich in einer Woche wieder melden.
Sehr nachdenklich verließ der neue Mandant das Büro des Privatdetektivs und stand nun wieder auf der Strasse. In diesem Augenblick sehnte er sich nur nach Menschen, die laut waren und lachten.

Wie es weiter geht mit der Beschattung und den Privatdetektiv könnt ihr demnächst hier lesen. 
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