Film - Überwachungskamera





Der Film der Überwachungskamera

Im Maklerbüro für hochwertige Villen arbeitete ein Makler, der jede Woche eine Villa verkaufte, was den Umsatz der Maklerfirma unheimlich gesteigert hat. Früher wurden von allen Maklern zusammen vielleicht drei Villen im Monat verkauft, aber nun schaffte der eine Makler mehr als alle anderen zusammen.

Der Chef des Maklers hätte eigentlich zufrieden sein können, zumal auch nie Beschwerden von den Käufern kamen, die wohl immer restlos zufrieden waren mit ihrer neuen Villa. Auch die Banken, die meist, wenn nicht bar bezahlt wurde, die Finanzierung der Villen mit einem Kredit übernahmen, hatten noch keinen Kredit wieder rückgängig machen müssen. Alle Käfer war liquide.

Dennoch war der Maklerchef misstrauisch, weil soviel Glück oder auch Geschäftssinn war nicht normal. Lange überlegte er, wie er der Sache auf den Grund gehen könnte. 

Erst wollte er einen Privatdetektiv einschalten, aber dann war ihm auch klar, falls er seinen Makler zu unrecht beschuldigte, würde er schlecht dastehen. Als er daran dachte, dass alle Erstgespräche mit den potentiellen Käufern der Villen, hier im Hauptbüro stattfinden, hatte er eine Idee. Er installierte heimlich eine Überwachungskamera im Büro, die diese Gespräche mit Ton aufzeichnen sollten.

Am Sonntag, als keiner seiner Makler im Büro war, hatte er sechs Überwachungskameras installiert, so dass vor allem der Schreibtisch des neuen Maklers völlig überwacht wurde. Am Montag hatte dieser wieder einen neuen Käufer, den er Bilder und andere Informationen zu verschiedenen Villen zeigen wollte. Diese Vorgehensweise war üblich, dass sich die Mandanten erst einmal vorentscheidend können, welche Villen sie sich dann genauer ansehen wollen.

Am Montag hatte der Chef extra einen Außentermin vereinbart, damit er nicht im Büro war und der neue Makler ungestört seinen Termin wahrnehmen konnte. So erhoffte sich der Chef, dass er dann auf dem Überwachungskamera erfahren würde, warum dieser Makler so einen Erfolg bei dem verkaufen von Villen hatte, die alle sehr teuer waren. Einen Kredit in dieser Höhe bekam ja auch nicht jeder und so musste irgendein Geheimnis dahinter stecken.

Kaum noch vor Spannung aushaltend ging er spät am Abend ins Büro und wollte sich den Film auf der Überwachungskamera anschauen. Er legte den Film in das Abspielgerät und schaute auf den Bildschirm, aber er konnte nichts sehen. Der Film war lehr. Schnell entnahm er alle anderen Filme aus den Überwachungskameras, aber auch dort konnte er nichts sehen, denn auch auf diesen Filmen war nicht zu sehen.
Sollte der Makler doch seinen ersten Gedanken folgen und nun einen Detektiv einschalten? 

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