Der Verdacht





Der Verdacht

Am Morgen fand die Frau einen Briefumschlag, den wohl ihr Mann auf dem Flurgarderobe vergessen hatte. Sie wollte in erst nur wegräumen, als ihr Blick auf den Absender traf. Dort wurde deutlich ein weiblicher Vorname zu lesen. Unschlüssig aber neugierig schaute sie sich den Brief an und überlegte, ob sie ihn lesen sollte. Einen Verdacht, dass ihr Man sie hinterging, hatte sie schon lange, denn es kam oft vor, dass sie sehr lange im Büro bleiben musste.
Mit zittrigen Händen öffnete sie den Brief und begann zu lesen. Die Worte schwammen vor ihrem Gesicht, aber aus den Sätzen ging nicht hervor, was dieser Brief zu bedeuten hat.
Nachdenklich setzte sie sich an den Küchentisch, wobei ihr Blick eine Zeitungsannonce traf, die ein Privatdetektiv aufgegeben hatte. Zielstrebig suchte sie nach der Telefonnummer in dieser Anzeige und ging mit wackligen Beinen zum Telefon. Sehr langsam wählte die Nummer und lauschte in den Hörer. Nach zweimal klingeln hörte sie am anderen Ende eine sachliche Stimme, die um ihr Anliegen bat. Da sie selbst nicht genau wusste, was sie sagen sollte, fragte sie nach einen Termin für ein persönliches Gespräch. Glücklicherweise schien der Privatdetektiv nicht allzu viele Termine zu haben, denn er bat sie, am Nachmittag vorbeizukommen. Sie bedankte sich und beendete das Telefongespräch.
Da es erst früher morgen war, überlegte sie, was sie den Tag über machen könnte. Weil sie an ihrem Verdacht aber nicht glauben wollte, steckte sie den Brief in ihrer Handtasche und wollte so die Gedanken bis zum Nachmittag vertreiben.
Ohne große Aktivitäten nahmen die Stunden ihren Lauf und machte sich auf den Weg zum Privatdetektiv. Da dieser sein Büro in einer auffälligen Straße hatte, war es sehr leicht zu finden. Sie öffnete die Tür und trat ein. Die Sekretärin erhob ihren Blick und fragte nach ihrem Anliegen. Als die Frau dann ihren Namen nannte, schaute sie in ihrem Kalender.
Plötzlich ging die Seitentür auf der Privatdetektiv trat in den Raum. Höflich bat er sie, ihm in sein Büro zu folgen. Nun doch mit sehr wackligen Beinen ging sie ihm nach und freute sich, dass der Privatdetektiv ihr sofort einen Stuhl anbot. 
Sie setzte sich sofort und fragte sich, was sie denn hier tut, denn irgendwie hatte sie ihrem Mann gegenüber ein schlechtes Gewissen.

 

 

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Der Privatdetektiv forderte sie auf, zu erzählen warum sie hergekommen sei. Leise aber mit nachdenklichen Worten begann sie von dem Brief zu erzählen, den sie heute Morgen gefunden hatte. Der Privatdetektiv hörte aufmerksam zu, machte sich einige Notizen, aber sprach kein Wort. Als sie mit ihren Erzählungen fertig war, schaute sie fragend auf den Privatdetektiv. Dieser erwiderte ihren Blick mit den Worten, sie brauche sich keine Gedanken zu machen, er würde sich darum kümmern.
Nach einer weiteren Terminvereinbarung verließ die Frau das Büro des Privatdetektiv. Gerade aber nicht gleich nachhause gehen konnte, schlenderte sie durch die Straßen, als sie plötzlich jemanden entdeckte, den sie sehr gut kannte.

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