Der leere Tresor
Der Rechtsanwalt hatte sehr viele Mandanten und konnte sich über seine Auftragslage nicht beklagen. Er war auf Wirtschaftskriminalität, wie zum Beispiel Steuerhinterziehung, Industriespionage und Unterschlagungen von Betriebsgeheimnissen spezialisiert und hatte viele Mandanten aus der gehobenen Wirtschaft.
Heute Morgen hatte der Rechtsanwalt auch wieder einen Fall übernommen, wo es darum ging, das ein Tresor ausgeräumt wurde, obwohl zu dem vermuteten Tatzeitpunkt noch viele andere Mitarbeiter im Gebäude waren. Um sich ein erstes Bild zu machen, wollte sich der Rechtsanwalt in dem Bürokomplex, wo der Raub stattgefunden hat, umsehen und mit den Mitarbeitern sprechen, ob jemand etwas gesehen hatte. Eigentlich hätte er viele Hinweise bekommen müssen, weil es wohl nur einen Eingang in das Büro gab, wo der Tresor stand und jeder hätte den Räuber sehen müssen, wenn es ein Fremde gewesen wäre. Die ließ nur einen Schluss zu, der Dieb musste ein Büroangestellter sein, denn nur so konnte er sich unauffällig im Büro bewegen.
Den ersten Angestellter der beraubten Firma, die sich übrigens selbst mit Tresoren beschäftigte und auch Sicherheitsanlagen verkaufte und entwickelte, war ein etwas untersetzter Man, der sehr nervös schien. Auf die Frage, ob er denn etwas ungewöhnliches gesehen hätte, schüttelte er nur den Kopf und sag dabei ängstlich zu seinem Chef durch die Glasscheibe, die den Angestelltenraum vom Büro des Chefs trennte. Diese hatte aber ganz andere Gedanken und schien nur ins Leere zu schaue und dabei zu überlegen, wer den Raun begangen haben könnte.
Auch bei weiteren Fragen des Rechtsanwalts, der hier eher einer Detektivaufgabe vornahm, konnte ihm der untersetzte Mann keine Antwort geben. So schaute sich der Rechtsanwalt um, wen er nun befragen konnte und bemerkte einen emsig nach Arbeit wirkenden Mann, der so in seiner Aufgabe vertieft zu sein schien, dass es schon wieder auffällig war, denn hier war in den letzten Stunden ein Raub geschehen, was doch eigentlich niemanden kalt lassen konnte.
Langsam versuchte der Rechtsanwalt, der sich nun seiner neuen Detektivaufgabe richtig wohlfühlte, hinter den emsig arbeitenden Man zu kommen, um einen Blick auf deren Monitor werfen zu können, welcher Arbeit er denn so fleißig nachging. Als der Rechtsanwalt nur noch etwas 10 Schritte hinter dem Mann war, konnte er auf dem Bildschirm eine Zeichnung einer Schalttafel
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